Stellungnahme zu den Ereignissen in Halle

Mit Bestürzung mussten auch wir die schrecklichen Ereignisse vom Mittwoch in Halle zur Kenntnis nehmen. Ein junger Mann griff die jüdische Synagoge mit selbst gebauten Granaten und Schusswaffen an. Als dies nicht gelang tötete er einen Mann und eine Frau.

In diesem Moment sind all unsere Gedanken bei den Opfern, den Hinterbliebenen und Freunden. Wir wollen, sicher auch im Namen der gesamten Schulgemeinschaft, unsere tiefe Anteilnahme ausdrücken. Der antisemitische Angriff auf die jüdische Gemeinde in Halle zeigt, dass der Hass auf Jüdinnen und Juden in ganz Deutschland längst nicht Geschichte, sondern noch immer alltäglich ist. Antisemitismus, Rassismus und jede Art von Menschenfeindlichkeit sind immer noch in unserer Gesellschaft gegenwärtig und haben in den letzten Jahren wieder zugenommen. Dies zeigt sich nicht nur in solchen Gewalttaten. Auch die öffentliche Debatte ist immer mehr geprägt von Hass und Hetze. Diese Entwicklung müssen wir gemeinsam beenden. Umso energischer verfolgen wir mit unserer Ausstellung das Ziel nicht „nur“ einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Über allem was wir mit unserem Projekt beabsichtigen, steht der Auftrag Bezüge in das Hier und Jetzt herzustellen. Was können wir aus der Geschichte lernen? Welche Rolle spielen Antisemitismus und Rassismus heute in unserer Gesellschaft? Wie viel davon steckt manchmal auch in jedem und jeder von uns? Und nicht zuletzt: was können wir gegen all das in unserem Alltag tun?

Dem fühlen wir uns verpflichtet, nach Halle erst recht.