Besuch in Yad Vashem

Ein Mitglied aus dem Organisationsteam unserer Ausstellung hatte kürzlich die Möglichkeit einen sehr bedeutenden Ort zu besuchen.

Yad Vashem (zu deutsch: Denkmal und Name) ist die wichtigste Gedenkstätte Israels zur Geschichte der Judenverfolgung. Dargestellt wird der Völkermord an den Juden Europas anhand von Videos, Fotos und verschiedenen Ausstellungsstücken. Das Museum ist chronologisch geordnet und zeigt jüdisches Leben vor dem Nationalsozialismus, dann Absonderung, Ausgrenzung, Verfolgung und schließlich Ermordung der Juden vor allem in Deutschland, Polen und weiteren Ländern Osteuropas. Die wachsende Angst sowie zunehmende Ausweg- und Hoffnungslosigkeit der Menschen wird durch die Architektur erfahrbar; die Räume sind schmal, die Wege abfallend und das Licht erscheint unerreichbar hoch. Für Deutsche bedrückend ist zudem, dass die Beschreibungen der Exponate in Englisch und Hebräisch erfolgt, wir aber viele Schriften und Texte im (deutschen) Original lesen können. 


In der Ausstellung wird die große Verantwortung deutlich, die wir tragen. Schülerinnen und Schüler sollen die Gefahren kennen, die entstehen, wenn man angesichts von Ausgrenzung, Ungerechtigkeit und Unterdrückung anderer schweigt und Gleichgültigkeit zeigt. Vielfalt in einer pluralistischen Gesellschaft ist wertvoll, kann aber bedroht sein. Der Verlust an Zivilisation und Menschlichkeit wird in Yad Vashem in bedrückender Weise deutlich. Minderheiten zu schützen und demokratische Werte zu verteidigen ist eine wichtige Aufgabe für uns als Schule und Gesellschaft.

Abteilungsleiterin
Berufliches Gymnasium
Gesundheit und Soziales
der Elisabeth-Selbert-
Schule in Hameln