Die Idee und der Hintergrund

Bernstein-Neubau

In der kleinen Weserstadt Hameln leben Menschen jüdischen
Glaubens seit dem 13. Jahrhundert, also annähernd 800 Jahre
lang. Die Geschichte der Juden in Hameln ist eine Geschichte
darüber, wie Christen und Juden ihre Heimatstadt Hameln
gemeinsam aufbauen und mit Leben erfüllen. Unsere Kultur, so
wie sie gemeinsam gestaltet worden ist, gehört seit der NS-Zeit
der Vergangenheit an. Diese Lücke ist nicht mehr zu schließen.
Was heute in Hameln in Gestalt von zwei Gemeinden an neuem
jüdischem Leben existiert, ist der zarte Keim einer neuen
Gemeinschaft.
Für uns ist der Umgang mit der aktuellen Feindseligkeit den
Juden gegenüber eine große Herausforderung. Wir wollen, dass
die Politik und jeder Einzelne dem Antisemitismus
entgegentreten. Die Vernichtung der deutschen Juden begann
nicht mit den Gaskammern; sie begann mit
Verschwörungserzählungen.

Peer-Guide-Begleitungen für Schulklassen

Als pädagogischen Zugang haben der Berufsschuldiakon
Michael Frey und das Anne-Frank-Zentrum in Berlin einen Peer-
Education-Zugang zur Ausstellung des Historikers Bernhard
Gelderblom erarbeitet.

Dieser Zugang besteht aus drei Teilen, die leicht in 2 Zeitstunden erlebt werden können:

  • Spaß in der Ausstellung
  • Stolperspaziergang in die Stadt
  • Diskussion über einen (frechen?) Film

Unsere Schülerinnen und Schüler führen mit Hilfe einer Fotosuche durch die Ausstellung und schließen einen kurzen Stolperstadtrundgang zu relevanten Orten an. Zum Ende gibt es noch Filmausschnitte aus dem menschenrechtspreisgekrönten Film „Mazeltov-Coctail“ mit einem abschließenden Gespräch zum Thema: „Warum junge Juden sich nicht mehr als Opfer des Holocaust sehen wollen!“

Diese „Guides“ erhalten am 04./05.11. von 8.00 – 15.00 Uhr eine Ausbildung und werden dafür vom Unterricht befreit. Vom 08. – 25.11. läuft dann der pädagogische Teil der Ausstellung, bei der wir die Begleitungen anbieten.

Peer-Guides in der Vorbereitung

Weitere Fragen zu den Ausstellungsbegleitungen durch
Jugendliche und junge Erwachsene werden gerne beantwortet:

anne.frank@ess-hameln.de (Michael Frey)